Willi Boos, der „ewige“ Präsident und Namensgeber der Sportanlage verstarb am 30. Juli 2009 im Alter von 99 Jahren.
Der am 20. Oktober 1909 Geborene war von 1931 bis 1992 (61 Jahre lang!) ehrenamtlicher Vorsitzender unseres Vereins. Nicht umsonst trägt unsere Sportanlage seinen Namen.
Willi Boos begann seine aktive Laufbahn als Fußballer im Alter von zwölf Jahren bei Frisch-Frei Niederschöneweide. Von 1925 bis 1929 spielte er bei den Freien Sportlern Johannisthal, um danach zur Freien Turnerschaft Neukölln zu wechseln. 1931 trat Willi Boos dann dem BSC Eintracht/Südring bei – und er hielt diesem Verein bis zuletzt die Treue.
Im Laufe der Jahrzehnte bekleidete er hohe und höchste Ämter beim BSC Eintracht/Südring. Und selbst im Alter von über 70 Jahren spielte Will Boos – laut seinen Sportkameraden „schlank wie eine Gerte und zäh wie eine Katze“ – noch für das Altliga-Team seines Vereins.
Für den Berliner Fußball-Verband (BFV) bzw. dessen namentlichen Vorgänger, den Verband Berliner Ballspielvereine (VBB), wirkte er ab 1949 vornehmlich im Finanzausschuss, dem er auch lange Zeit vorsaß. Von 1967 bis 1969 gehörte Willi Boos dem Sportgericht an und er war seit Jahren Mitglied im Ältestenrat des BFV. Für sein unermüdliches Schaffen zum Wohle unseres Fußballsports – und damit zum Wohle unseres Gemeinwesens insgesamt – wurde Willi Boos mit einer Reihe von Ehrungen bedacht, zu denen unter anderem gehörten:
Für sein bemerkenswertes gesellschaftspolitisches Engagement war Willi Boos zudem 1979 mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt worden.
Willi Boos hat einen maßgeblichen Teil seines Lebens dem Amateursport in unserem Verein und darüber hinaus gewidmet und er hat dabei im Berliner Fußball bedeutende Akzente gesetzt. Wir sind ihm daher alle zu größtem Dank verpflichtet und wir werden uns seines gesamten Wirkens stets mit höchster Anerkennung erinnern.